Immunkomplex - Pharmakologie

Pharmakologie

In den letzten Jahren konnten besonders japanische Wissenschaftler an mehreren Tiermodellen zeigen, daß die Franzosen damals hervorragendes geleistet haben. Es würde hier zu weit führen, wenn wir Ihnen alle Versuche und Ergebnisse im Einzelnen berichten würden. Herr Dr. Loh hat die wichtigsten Ergebnisse in einem Abstrakt zusammengefaßt (siehe Loh W., Pharmakologische Wirkungen von Histaglobin - Modulation der Th-Zellen und allergische Entzündungsprozesse, Allergologie 19, 204-206, 1996)

 Neuere Ergebnisse

In den vergangenen 3 Jahren wurden weitere Ergebnisse publiziert. So bestätigten H. Yoshii und seine Arbeitsgruppe mit einer Arbeit im J.Allergy Clin.Immunol. 1997 ihre früheren Berichte. Die wesentlichen Ergebnisse, die an der sensibilisierten Maus gewonnen wurden, sind:

  • Der Wirkkomplex aus Immunglobulin und Histamindihydrochlorid hemmt die Akkumulation allergeninduzierten Eosinophilen nach subkutaner Injektion (Dosierung: 50-150 mg/kg/KG).
 
  • Cyclosporin-A bewirkte mit 100 mg/kg/KG subkutan appliziert den gleichen Effekt (=Positivkontrolle).
 
  • Ein Austausch der Komplexpartner durch Serotonin, Glutamin oder Albumin verursachte den Verlust der pharmakologischen Wirkung.
 
  • Eine Veränderung des Gewichtsverhältnisses von IgG zu Histamindihydrochlorid zeigt, daß eine Erhöhung der Histaminmenge um den Faktor 10 und eine Erniedrigung um den Faktor 100 ebenfalls die pharmakologische Wirkung aufhebt.
 
  • Die optimale Wirkung ist wohl bei einem Verhältnis der Partner Immunglobulin und Histamindihydrochlorid zwischen ca. 100: 1 und 1000 : 1 zu erzielen.

Völlig unabhängig von der japanischen Gruppe hat eine russische Gruppe im Rahmen einer Patentanmeldung 1993 am sensibilisierten Meerschweinchen, das mit einer intraperitonealen Hühnereialbuminlösung in eine tödliche Anaphylaxie gebracht wurde, die optimalen Mengenverhältnisse der Komplexpartner austitriert. Der Einzelpartner IgG und Histamindihydrochlorid waren kaum wirksam (Unterdrückung der allergisch-anaphylaktischen Reaktion 20-24 %). Der klassische Wirkkomplex zeigte mittelmäßige Wirkung (Dosierung: 48 mg Histaglobin pro kgKG) zwischen 31 und 49 % je nach Versuchsserie. Am besten wirkte mit 90 % eine Präparation, die 24 mg Immunglobulin und 0,000075 mg Histamindihydrochlorid im Wirkkomplex enthält. Das ist gerade das Mengenverhältnis der Komplexpartner, das ungefähr in der Mitte des pharmakologisch wirksamen Fensters nach den Ergebnissen der Japaner liegt. Das molekulare Verhältnis in diesem in Rußland zum Patent angemeldeten Wirkkomplex liegt bei IgG : C5H9N3.2HCl = 390 : 1.

 Immunmodulation

In einem ganz anderen experimentellen Mausmodell, mit dem H. Yoshii und Mitarbeiter (Int.J.Immunpharmac., 1996) die Antikörper-Biosynthese und die verzögerte Hypersensibilisier-ung messen konnten, wurden verschiedene Immunmodulatoren auf Ihre Wirkungen geprüft. Wir teilen die wesentlichen Ergebnisse in Form einer Tabelle mit:

Qualitative Wirkung von Immunmodulatoren nach intrakutaner Applikation auf die verzögerte Hypersensibilisierung und die Immunglobulin-Biosynthese bei der sensibilisierten Maus (nach Yoshii et al. 1996)

IgG- Biosynthese IgM- Biosynthese verzögerte Hypersensibilität
Cyclosporin 100 mg/kg/d - - -
Cyclophosphamid 100 mg/kg/d - - -
Prednisolon 0,5 mg/kg/d 0 0 -
Histaglobin 150 mg/kg/d + + -
Levamisol 5 mg/kg/d - 0 0
(- = hemmende Wirkung, 0 = keine Wirkung, + = stimulierende Wirkung)

 

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